Edmund Bühler Melt-Spinner SC

  Frontalansicht des Melt-Spinners Urheberrecht: © Carl Brunn

Mittels des Melt-Spinners SC ist es möglich, metallische Legierungen zu Folien mit einer Dicke von d ≈ 50 µm zu verarbeiten. Dazu wird zunächst die Vorlegierung in einem Quarzglas- oder Bornitrid-Tiegel induktiv aufgeschmolzen. Dies geschieht unter einer Vakuum- oder Schutzgasatmosphäre, so dass eine Oxidation des Ausgangsmaterials verhindert wird. Die Einsatztemperaturen der Tiegel betragen hierbei T ≤ 1.200 °C bei Quarzglas-Tiegeln und T ≤ 1.600 °C bei Bornitrid-Tiegeln. Die Temperatur wird mittels eines Pyrometers erfasst. Im nächsten Schritt wird die Schmelze aus dem Tiegel auf ein sich drehendes Kupferrad mittels Argon herausgepresst. Beim Auftreffen auf das Kupferrad wird die Schmelze in Folienform überführt und erstarrt dabei mit Abkühl­geschwindigkeiten von Ṫ ≤ 106 K/s. Über die Einstellparameter wie Drehzahl des Kupferrades, Temperatur der Schmelze, Ar-Überdruck sowie Abstand des Tiegels zum Kupferrad werden die Dicke sowie die Morphologie der Folie beeinflusst. Neben den genannten Größen ist die chemische Zusammensetzung des Ausgangsmaterials entscheidend für die Morphologie der Folien. Diese kann gemäß Abbildung 5.7 amorph (oben) oder kristallin (unten) sein.