Kalottenschleifgerät



Kalottenschleifgerät von CemeCon

Das Prinzip des Kalottenschliffs zur Messung von Schichtdicken benutzt eine breite Projektion der Schichtdicke, die auch mit Mikroskopen geringer Vergrößerung (Vmin=50) vermessen werden kann. Zum Schleifen der Schicht wird eine gehärtete Stahlkugel gedreht. Da viele Schichten härter sind als die verwendete Stahlkugel wird zwischen Schicht und der Stahlkugel zusätzlich Diamantsuspension über eine Pipette eingebracht. Sobald die Schicht durchgeschliffen ist kann die Projektionsfläche ausgewertet werden.

Es wird ein Kalottenschleifgerät der CemeCon AG benutzt. Dieses Gerät kann bei gleicher Meßanordnung auch den Calo-Test durchführen. Dabei ist die Schleifdauer bis zum Durchdringen auf den Grundwerkstoff ein Maß für die Verschleißbeständigkeit der Schicht.

 

Arbeitsweise

Ein Elektromotor treibt eine Arbeitsspindel an, die die Stahlkugel in Rotation versetzt. Über eine flexibel justierbare Werkzeughalterung wird das Einspannen der Substrate in beliebigem Winkel zur Stahlkugel ermöglicht. Die Schleifzeit lässt sich in diskreten Schritten einstellen. Abhängig von der Probengeometrie entstehen unterschiedliche Schliffbilder, z.B. ergeben sich bei ebenen Proben konzentrische Kreise.

 

Anwendungen

  • Bestimmung der Schichtdicke
  • Untersuchung der Haftfestigkeit
  • Verschleißverhalten der Schicht

 

Parameter im Kalottenschliff

  • Kornfraktion der Diamantsuspension
  • Durchmesser der Schleifkugel
  • Kippwinkel der Probe
  • Auflagewinkel der Schleifkugel
  • Umdrehungsgeschwindigkeit




Schematische Darstellung des Kalottenschleifens



Gehärtete Stahlkugel, die auf eine Probe schleift



Lichtmikroskopisch aufgenommenes Schleifbild

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